Blick hinter die Kulissen | Sonderausstellung "Überlebenskünstler Mensch" - Kabause

16.07.2021 Laura Meis

Die Ausstellungsmacherinnen Dr. Hanna Rüschoff (links) und Lisa Klepfer (rechts) waren zusammen mit Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs (mitte) bei der Anlieferung der Kabause dabei. Foto: LWL/Steinweg

Im Rahmen der Sonderausstellung „Überlebenskünstler Mensch“ haben Besucher und Besucherinnen die Möglichkeit, einen Nachbau einer echten Kabause auf dem Vorplatz des LWL-Museums für Naturkunde zu besichtigen. Das Ausstellungsobjekt stellt anschaulich das Forscherleben in der Antarktis vor und ist zugleich das größte Ausstellungsobjekt der neuen Ausstellung.

Der mobile Wohncontainer ist eine Leihgabe des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar-und Meeresforschung. Die 200 Kilometer von Bremerhaven nach Münster legte die Kabause nicht wie sonst in der Antarktis üblich auf einem Schlitten, sondern mit einem Schwerlasttransporter zurück und kam am 17. Juni 2021 in Münster an. Gemeinsam mit dem Team vom Naturkundemuseum und dem Team der Leihgeber der Kabause wurde die Station auf dem Museumsvorplatz platziert. Interessierte können seitdem einen Blick ins Innere einer Kabause werfen.

Im Inneren der Kabause ist nicht gerade viel Platz, aber alles was die Forscher:innen in der Antarktis benötigen. Foto: LWL/Steinweg

Nicht viele Menschen wissen, wie sich das Leben in der Antarktis anfühlt. Umgeben von Schnee und Eis trotzen jedes Jahr einige Wissenschaftlerinnen den extremen Bedingungen, um die Region und das Klima zu erforschen. Während dieser Zeit leben und arbeiten sie auf der Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts in der Antarktis. Auf Expeditionen fernab der Station dienen Kabausen den Forschern als Unterkunft. Eine Kabause ist ein mobiler Wohncontainer, indem bis zu sechs Personen auf engstem Raum mehrere Wochen leben können. Diese besondere WG ist samt Untergestell neun Meter lang und drei Meter breit, somit ist sie das größte Objekt der neuen Ausstellung „Überlebenskünstler Mensch“.

„Wer für einen Tag einmal Wissenschaftlerin in der Antarktis sein möchte, kann das in unserem mobilen Container erleben. Die Kabause ist ausgestattet mit allem, was man für eine Polarexpedition braucht: von Polarkleidung, die auch bei antarktischen Temperaturen warmhält, Betten und Schlafsäcken, bis hin zur Tasse für den morgendlichen Kaffee“, erklärt Lisa Klepfer, Kuratorin im LWL-Museum für Naturkunde. „Besonders spannend finde ich den Blick aus den Fenstern der Kabause. Sie bestehen aus mehreren Monitoren, die einen Blick auf die Neumayer-Station III und die antarktische Landschaft gewähren. So als wären die Besucher wirklich vor Ort“, so Klepfer.

Kategorie: Ausstellungen

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